Heizung · Umstieg von Gas in Wien
Fernwärme, Wärmepumpe oder neue Brennwerttherme: Was in einer Wiener Wohnung mit Gastherme möglich ist, wer zustimmen muss und wie die Förderung der Stadt Wien funktioniert.

Eine Gasetagenheizung in Wien lässt sich auf Fernwärme, eine Wärmepumpe oder – als Übergang – auf eine neue Brennwerttherme umstellen. Welche Lösung möglich ist, entscheidet das Haus: Fernwärme-Anschluss, Zustimmung von Eigentümer oder Hausverwaltung und Platz für die Technik. Die Stadt Wien fördert 35 Prozent der anerkannten Kosten.
Die Umstellung beginnt nicht beim Gerät, sondern bei drei Fragen: Wem gehört die Wohnung, liegt das Haus im Fernwärmegebiet, und stimmt das Haus zu? Erst danach lohnt ein Angebot. Wer vor der Klärung beauftragt, riskiert die Förderung. Beratung: 01 442 00 86
Eine Gasetagenheizung ist eine Gastherme in der Wohnung, die nur diese eine Wohnung mit Heizung und Warmwasser versorgt. Das Gegenstück ist die Zentralheizung, die ein ganzes Haus aus einem Heizraum versorgt.
In Wien ist diese Bauform im Altbau weit verbreitet. Der FALTER nannte in einer Ausgabe vom 31. Jänner 2023 die Zahl von mehr als 500.000 Gasthermen in Wien. Jede Therme hat eine eigene Abgasführung, einen Gasanschluss und Heizkörper in der Wohnung.
Die Fernwärme liefert Heißwasser aus dem Wiener Wärmenetz ins Haus. Die Wärmepumpe entzieht der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser Wärme und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Eine Brennwerttherme bleibt ein Gasgerät, nutzt aber auch die Wärme der Abgase. Details zum Tausch der Therme: Thermentausch Wien.
Es gibt vier realistische Wege. Die Eignung hängt vom Haus ab, die folgende Einschätzung ist eine Orientierung und ersetzt keine Prüfung vor Ort.
| Option | Voraussetzung | Einschätzung Altbau |
|---|---|---|
| Fernwärme | Haus im Fernwärmegebiet, Steigleitungen, Beschluss im Haus | Oft die einfachste Option, wenn verfügbar |
| Wärmepumpe als Hauszentrale | Platz für Technik, Zustimmung aller Parteien, Verteilnetz im Haus | Machbar, aber planungsintensiv |
| Wärmepumpe je Wohnung | Außengerät an Fassade oder Balkon, Zustimmung des Hauses | Im Mehrparteienhaus selten einfach |
| Neue Brennwerttherme | Funktionierende Abgasführung, Gasanschluss | Übergangslösung, schnell umsetzbar |
Die Frage Wärmepumpe oder Gastherme in Wien hat einen eigenen Ratgeber. Zur Technik der Wärmepumpe: Wärmepumpe in Wien.
Im Altbau mit alten Gussradiatoren braucht die Heizung oft hohe Vorlauftemperaturen. Vor der Entscheidung für eine Wärmepumpe sollte ein Betrieb die Heizlast der Wohnung berechnen und prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper ausreichen oder einzelne getauscht werden müssen. Das entscheidet über Effizienz und Betriebskosten.
VIENNA.AT nennt für den Umstieg von Gastherme oder Ölkessel auf moderne Systeme grob 20.000 bis 30.000 Euro, häufig 20.000 bis 25.000 Euro (Stand 5. Februar 2026). Der Betrag hängt stark von Gebäude, System und Aufwand ab; in einer einzelnen Wohnung fallen andere Kosten an als im Haus.
| Posten | Richtwert |
|---|---|
| Umstieg auf modernes System, Gesamtprojekt (VIENNA.AT, Feb. 2026) | 20.000–30.000 € |
| Thermentausch auf Brennwertgerät (Richtpreis Wien) | 2.500–5.000 € |
| Kaminbefund durch den Rauchfangkehrer (GANZ WIEN, Stand Juli 2025) | 80–180 € |
Nach dem Einbau folgen der Endbefund des Rauchfangkehrers und die Überprüfung durch den Gasnetzbetreiber. Holen Sie mindestens zwei schriftliche Angebote ein und lassen Sie den Umfang der Arbeiten (Abgasführung, Heizkörper, Anmeldung) einzeln ausweisen. Wärmepumpe Kosten in Wien zeigt die Preise für den Umstieg auf Strom im Detail.
Die Stadt Wien fördert nach dem Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz (WWFSG 1989) 35 Prozent der nachgewiesenen angemessenen Kosten, laut VIENNA.AT (Februar 2026) höchstens 8.000 Euro. Gefördert wird der Umstieg auf Fernwärme oder, außerhalb des Fernwärmegebiets, auf Wärmepumpe oder Biomasse.
Der Bund fördert laut VIENNA.AT im Programm Kesseltausch 2026 bis zu 7.500 Euro, gedeckelt auf 30 Prozent der förderfähigen Kosten. In Summe nennt der Artikel je nach Projekt bis zu 15.500 Euro.
Förderbedingungen und Beträge ändern sich. Die Angaben stammen aus Berichten vom Juli 2025 und Februar 2026. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor dem Auftrag beim Infopoint Wohnungsverbesserung (MA 50 und MA 25), Maria-Restituta-Platz 1, 1200 Wien, Telefon 01 4000-74860.
Das hängt vom Wohnverhältnis ab. Bei Eigentumswohnungen und Eigenheimen belegt ein Grundbuchauszug das Eigentum. Bei Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen braucht der Förderantrag eine Erklärung des Vermieters, bei Gemeindebauwohnungen eine Zustimmungserklärung von Wiener Wohnen. Die Hausverwaltung beziehungsweise der Hauseigentümer muss zustimmen.
Ist die Therme mitvermietet und defekt, zahlt laut GANZ WIEN der Vermieter den Tausch; die Wartung liegt beim Mieter. Weitere Informationen für Hausverwaltungen: Installateur für Hausverwaltungen in Wien.
Im Haus mit mehreren Gasthermen ist die Gemeinschaftslösung meist wirtschaftlicher als viele Einzellösungen: Ein gemeinsamer Anschluss, ein gemeinsames Angebot und eine einheitliche Abgas- oder Leitungsplanung sparen Planung und Anfahrten. Der Anstoß kommt am besten von mehreren Parteien gleichzeitig an die Hausverwaltung.
Der 4-Schritte-Umstiegs-Check ordnet die Umstellung in vier Schritte, die in dieser Reihenfolge Probleme mit Förderung und Zustimmung vermeiden.
Bis zur Umstellung bleibt die bestehende Therme in Betrieb. Lassen Sie sie regelmäßig warten: Thermenwartung Wien. Bei Ausfall hilft die Thermenreparatur in Wien, bei Heizungsproblemen der Heizung Notdienst Wien.


💬 Meine EinschätzungWer in einer Altbauwohnung nur die Therme tauschen will, braucht meist keinen Umbau. Wer den Gasanschluss langfristig loswerden will, sollte zuerst die Fernwärme-Frage klären und im Haus Mitstreiter suchen. Die Wohnungslösung allein scheitert in Wien häufiger an Zustimmung und Platz als an der Technik.
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