Ratgeber

Ein echter Installateur-Notfall liegt vor, wenn Gefahr oder ein größerer Schaden droht: Wasserrohrbruch, Gasgeruch, kompletter Heizungsausfall im Winter oder ein nicht absperrbares Leck. Tropfende Hähne oder geplante Reparaturen können dagegen bis zum nächsten Werktag warten.
Ein Notdienst ist bei akuter Gefahr nötig: Wasserrohrbruch, Gasgeruch, Heizungsausfall im Winter oder ein Leck, das sich nicht absperren lässt. Bei Wasseraustritt zuerst den Hauptwasserhahn zudrehen, bei Gasgeruch das Gas absperren, lüften und den Gas-Notruf 128 wählen. Der Einsatz kostet Anfahrt plus Zuschlag von 50 bis 150 Euro. Kleinere Defekte wie ein tropfender Hahn oder ein langsamer Abfluss sind kein Notfall und lassen sich günstiger am regulären Werktag beheben.
Ein echter Notfall bedeutet unmittelbare Gefahr für Personen, Bausubstanz oder Versorgung. Dazu zählen Wasserrohrbruch, Gasgeruch, Heizungsausfall bei Frost und ein WC-Rückstau ohne Ausweichmöglichkeit.
Es gibt fünf klassische Notfälle, darunter Wasserrohrbruch, Gasgeruch, Heizungs- oder Thermenausfall, kompletter Rückstau und eine defekte Armatur, die sich nicht mehr schließen lässt. In diesen Fällen wächst der Schaden mit jeder Minute.
Nicht dringend sind Probleme ohne Gefahr und ohne wachsenden Schaden. Ein tropfender Wasserhahn, ein langsam ablaufender Abfluss oder eine geplante Wartung gehören dazu.
Wer solche Arbeiten am regulären Werktag beauftragt, spart die Notdienst-Zuschläge von 50 bis 150 Euro. Ein tropfender Hahn verliert zwar Wasser, verursacht aber keinen Sofortschaden, der einen Nachteinsatz rechtfertigt.
Ein häufig unterschätzter Grenzfall ist der Heizungsausfall. Im Sommer ist er kein Notfall, im Winter bei Minusgraden sehr wohl – nicht wegen der Kälte allein, sondern weil einfrierende Leitungen platzen und aus einem 150-Euro-Einsatz einen Wasserschaden von mehreren tausend Euro machen können. Bei Frost und Totalausfall lohnt der Notdienst daher fast immer.
Drehen Sie sofort den Hauptwasserhahn zu und schalten Sie in betroffenen Räumen den Strom ab. Sichern Sie Wertgegenstände, nehmen Sie das Wasser auf und machen Sie Fotos für die Versicherung.
Das Absperrventil ist die zentrale Absperrung der Wasserzufuhr, meist im Bad, WC, Keller oder beim Wasserzähler. Wer es im Vorfeld einmal lokalisiert, spart im Ernstfall entscheidende Minuten.
Bei Gasgeruch schließen Sie den Gashahn, öffnen Fenster und Türen, verlassen das Gebäude und rufen draußen den Gas-Notruf 128. Betätigen Sie keine Schalter, Geräte oder Flammen.
Bei Gasgeruch niemals Lichtschalter, Geräte oder das Handy in der Wohnung betätigen – jeder Funke kann eine Explosion auslösen. Gashahn schließen, lüften, Gebäude verlassen und draußen den österreichischen Gas-Notruf 128 sowie den Installateur-Notdienst anrufen. Erst nach Freigabe durch einen Fachbetrieb die Anlage wieder nutzen.
Der Notdienst kostet die Anfahrt von 30 bis 70 Euro plus Nacht- oder Wochenendzuschlag von 50 bis 150 Euro plus den Stundensatz. Der Zuschlag muss vor dem Einsatz transparent genannt werden.
Klären Sie den Preisrahmen bereits am Telefon und lassen Sie sich eine Obergrenze bestätigen. Seriöse Betriebe geben diese Auskunft ohne Zögern.
Seriöse Anbieter nennen am Telefon einen Preisrahmen, haben ein auffindbares Impressum, sind konzessioniert und haben echte Bewertungen. Warnsignale sind fehlende Preisauskunft, nur eine Handynummer und Druck zur sofortigen Unterschrift.
Ein einfacher Test am Telefon entlarvt unseriöse Notdienste: Fragen Sie nach der Anfahrtspauschale und dem Nachtzuschlag in Euro. Wer ausweicht („das sehen wir vor Ort“) oder nur eine ungefähre Summe nennt, ist ein Risiko. Wer konkret „Anfahrt 60 Euro, Nachtzuschlag 90 Euro, Stundensatz 120 Euro“ sagt, arbeitet transparent. Diese 20 Sekunden am Telefon sparen im Zweifel dreistellige Beträge.
xF0x9Fx92xAC Meine EinschätzungDie größte Kostenfalle ist nicht der Notdienst selbst, sondern die falsche Einschätzung. Viele rufen bei einem tropfenden Hahn panisch nachts an und zahlen Zuschlag, während andere einen echten Wasserrohrbruch stundenlang laufen lassen, um Kosten zu sparen. Die Faustregel: Sobald Wasser unkontrolliert austritt oder Gas riechbar ist, ist Zeit teurer als der Zuschlag. Bei allem anderen lohnt sich der reguläre Termin. Wer das Absperrventil kennt und ruhig bleibt, trifft die richtige Entscheidung meist von selbst.
Vorbeugen ist günstiger als jeder Notdienst. Lokalisieren Sie einmal das Hauptabsperrventil und den Gashahn, damit Sie im Ernstfall in Sekunden reagieren können. Lassen Sie Therme und Leitungen jährlich warten, denn viele Ausfälle kündigen sich vorher an.
Vor dem Winter lohnt eine kurze Kontrolle: Wasserdruck der Heizung prüfen, Abflüsse mit heißem Wasser spülen und Fenster in ungenutzten Räumen dicht halten, damit keine Leitung einfriert. Wer diese Handgriffe einmal im Jahr erledigt, senkt das Risiko eines teuren Nachteinsatzes deutlich.
Bei einem Wasserrohrbruch übernimmt häufig die Haushalts- oder Gebäudeversicherung den Schaden an Einrichtung und Bausubstanz. Voraussetzung ist meist, dass der Schaden plötzlich und unvorhergesehen eingetreten ist und Sie ihn zeitnah gemeldet haben. Dokumentieren Sie deshalb alles mit Fotos, bevor Sie mit dem Aufräumen beginnen.
Als Mieter melden Sie den Schaden zusätzlich sofort der Hausverwaltung, weil gemeinsame Leitungen und Bausubstanz Sache des Eigentümers sind. Bewahren Sie die Rechnung des Notdienstes auf, denn sie ist oft Teil der Schadensmeldung. Klären Sie im Zweifel vor der Beauftragung, welche Versicherung zuständig ist, damit Sie nicht auf den Kosten sitzenbleiben.
Anfahrt 30 bis 70 Euro plus Nacht-/Wochenendzuschlag 50 bis 150 Euro plus Stundensatz. Vorab am Telefon klären.
In Wien meist innerhalb von ein bis zwei Stunden, bei akuter Gefahr schneller.
Im Winter bei Frost ja, weil Leitungen einfrieren können. Im Sommer meist nicht.
Oft die Haushalts- oder Gebäudeversicherung. Mieter melden den Schaden zusätzlich der Hausverwaltung.
Meist im Bad, WC, Keller oder beim Wasserzähler. Lokalisieren Sie es vorsorglich.
Seriöse Betriebe nennen einen Preisrahmen samt Zuschlag vorab. Fehlt die Auskunft, ist Vorsicht geboten.
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